Stellungnahme des Landratsamtes Freising zu mit Malachitgrün belasteten Fischen

 

Stellungnahme des Landratsamtes, 15. März 2019

 

Das Landratsamt Freising ist über die gestrigen Aussagen des Bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber verwundert. Dieser forderte im Umweltausschuss des Landtags am 14. März vom Landratsamt „einen umfänglichen Bericht“ über den Sachverhalt von mit Malachitgrün belasteten Fischen.

 

Dabei war das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz von Anfang an eingebunden sowie laufend und vollständig über die Vorgänge informiert.

 

Bei einer Besprechung im Ministerium am 7. März haben Vertreter des Ministeriums ausdrücklich bestätigt, dass das Landratsamt Freising in diesem Fall korrekt gehandelt hat. Auch die Stellungnahme, die das Landratsamt am Donnerstag, 14. März, herausgegeben hat, war mit dem Umweltministerium abgestimmt.

 

Bezüglich der Frage, ob Fließgewässer mit Malachitgrün verunreinigt sind, sei nochmals auf die Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamts München (WWA) verwiesen. Im Rahmen der technischen Gewässeraufsicht wurden durch das WWA bereits Wasserproben und Sedimentproben untersucht sowie Fischnährtiere (wie kleine Krebse) zu Untersuchungszwecken entnommen. Im Wasser zeigten sich keine Auffälligkeiten.

Link: Weitere Informationen und Chronologie der Ereignisse 

 

Stellungnahme des Landratsamtes, 14. März 2019

Aktuell sind drei Fischzuchtbetriebe im Landkreis Freising von Untersagungen des Inverkehrbringens von Fischen umfasst. Diese auf Lebensmittelrecht gründenden Sperrungen ergingen jeweils unverzüglich, als die hierfür erforderlichen Voraussetzungen vorlagen, und bleiben bis zur Feststellung der Verkehrsfähigkeit der Fische aufrechterhalten. In zwei Fischzuchtbetrieben wurden Sperrungen zumindest teilweise wieder aufgehoben.

 

Die Sperrungen ordnete das Landratsamt an, nachdem das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in beprobten Fischen der Betriebe einen Gehalt an Leukomalachitgrün festgestellt hatte, mit dem diese Fische zwar nicht als gesundheitsschädlich, aber nicht mehr als verkehrsfähig galten. Bezüglich der betroffenen Betriebe sowie der genauen zeitlichen Abläufe handelt es sich um Informationen, die Gegenstand laufender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind.

 

Eine Information der Öffentlichkeit, zu der auch die Kunden eines Betriebs zählen, darf nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch erfolgen: Nach den bislang bekannten und fachlich bestätigten Umständen lagen die gesetzlichen Voraussetzungen hier nicht vor.

 

Wildlebende Fische in Flüssen werden indes im Rahmen der Lebensmittelüberwachung (Zuständigkeit Landratsamt Freising) nicht untersucht, da sie zunächst nicht als Lebensmittel gelten. Sobald Fische jedoch als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden, darf ein EU-einheitlich festgelegter Referenzwert nicht überschritten werden. 

 

Für die technische Gewässeraufsicht ist das Wasserwirtschaftsamt München (WWA) zuständig. Im Rahmen dieser technischen Gewässeraufsicht wurden aus den Gewässern durch das WWA bereits Wasserproben und Sedimentproben untersucht sowie Fischnährtiere (wie kleine Krebse) zu Untersuchungszwecken entnommen. Im Wasser zeigten sich keine Auffälligkeiten, in den Sedimenten hingegen schon. Die Fischnährtiere werden derzeit noch untersucht.

 

Am Donnerstag, 14. März, und Freitag, 15. März, laufen zudem Wildfischbeprobungen in der Moosach durch die Fischereifachberatung des Bezirks Oberbayern. Die gefangenen Forellen werden anschließend vom LGL untersucht, alle weiteren Fischarten vom Tiergesundheitsdienst Bayern (TGD).

 

Der neue Sachverhalt belasteter Fische aus der Isar wurde am Spätnachmittag des 13. März an das Landratsamt Freising herangetragen. Das Landratsamt hat die Information sowie das Untersuchungsergebnis zu den Fischen am 14. März an die Regierung von Oberbayern weitergleitet. 

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