Siegel überreicht: Landkreis Freising ist jetzt Bildungsregion in Bayern

Der Landkreis Freising ist jetzt offiziell Bildungsregion in Bayern. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle überreichte das Zertifikat am Dienstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde an Landrat Josef Hauner. „Die Verleihung dieses Gütesiegels ist für uns eine Würdigung der geleisteten Arbeit und wirkt zugleich als  Motivation, sich für die Bildungsträger zu engagieren“, sagte Hauner. Kultusminister Spaenle zeigte sich sehr erfreut über das, was schon bisher erreicht wurde. „Es ist begeisternd, welch Kreativität und Ideenreichtum Sie beweisen.“

 

Seit jeher fühle sich der Landkreis Freising der Bildung besonders verpflichtet, sagte der Landrat. „Dafür sprechen unsere zahlreichen auch historisch gewachsenen, hochqualifizierten Bildungsangebote für alle Altersgruppen und Lebensumstände. Insofern war es für uns Pflicht und Kür zugleich uns diesem Bewerbungsprozess zu stellen.“ Bei der Auftaktveranstaltung im April 2016 seien 66 Fachleute gewonnen worden, die sich aktiv an dem Prozess beteiligen wollten. Im Juni 2017 seien die Ergebnisse der sechs gebildeten Arbeitsgruppen präsentiert  worden. „Und diese engagierte Arbeit konnte sich sehen lassen.“ Nicht nur eine beeindruckende Bestandsaufnahme des Bildungsangebotes sei entstanden, sondern auch 28 Projekte entwickelt, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden sollen.

 

Vier dieser Maßnahmen wurden im Rahmen der Feierstunde im Großen Sitzungssaal kurz vorgestellt. Unter anderem berichteten drei Zweitklässler aus Mauern von ihrer Zusammenarbeit mit Studenten der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik.  Angehende Erzieherinnen und Erzieher wirken hier als „Coaches“ für die Kinder mit. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Emilia Kühn. Grundschulleiterin Claudia Glatter und Matthias Fischer, Leiter der Fachakademie, betonten, das Projekt habe sich bewährt und werde fortgeführt.

 

Präsentation der "Leuchtturmprojekte"

 

„Das habt ihr ganz toll gemacht“, lobte Kultusminister Spaenle die drei Grundschüler. „Sich vor so vielen Leuten hinzustellen und was zu sagen – da gehört schon Mut dazu.“ Spaenle zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen im Landkreis Freising, aber auch in all den anderen Bildungsregionen. „Mit der Initiative wollen wir die Chancen der jungen Menschen nachhaltig stärken. Dafür arbeiten Vertreter aus Kommunen, Schulen und Wirtschaft engagiert zusammen und entwickeln die Bildungsangebote vor Ort zukunftsweisend weiter.“

 

Drei große Vorteile benannte Spaenle. Bei einer Bestandanalyse würden Stärken, aber eben auch Schwächen zutage gefördert. „Das ist manchmal schmerzhaft, aber man weiß dann, wo man die Stellschraube noch drehen muss.“ Zudem vernetzten sich in der Bildungsregion zahlreiche Experten verschiedener Gebiete und profitierten voneinander. Und natürlich könnten auch die unterschiedlichen Regionen Ideen aus anderen Landkreisen aufgreifen.

 

Der Minister dankte allen Akteuren, die im Landkreis Freising die Bildungsregion verwirklicht haben und betonte bei der Siegelvergabe: „Der Landkreis Freising setzt mit breit gefächerten schulischen und außerschulischen Angeboten nachhaltige Impulse.“ Als beispielhafte Maßnahmen nannte Spaenle eine digitale Plattform zur Buchung von individuellen Hospitationen für Realschülerinnen und Realschüler im fachpraktischen Unterricht oder ein Berufsstufenprojekt in einem inklusiven Kindergarten. „Mit diesen Angeboten eröffnet der Landkreis Freising den Kindern und Jugendlichen vor Ort bestmögliche Zukunftschancen“.

 

Petra Lichtenfeld, Projektkoordinatorin am Landratsamt Freising, betonte, die Siegelübergabe sei ein „Meilenstein“ für das Bildungsmanagement im Landkreis Freising. Ernst Fischer, Leitender Realschuldirektor sagte, er freue sich, dass sein Heimat-Landkreis nun mit diesem Siegel ausgezeichnet wurde. „Sie haben es verdient. Aber jetzt geht die Arbeit erst los.“ Landrat Hauner jedenfalls ist sich sicher, dass es weitergeht. „Wir werden das Projekt in einem kontinuierlichen Prozess weiterführen.“ Deshalb habe man auch eine Bildungskoordinatorin eingestellt, die im April anfangen wird.

Kultusminsiter Dr. Ludwig Spaenle überreichte das Siegel an Landrat Josef Hauner

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