Unkenpatenschaft der Grundschule Kirchdorf wird fortgesetzt

Bereits im Herbst 2017 hatten Marie, Felix, Alena und Kevin zusammen mit ihrer Schulleiterin Birgit Penger als „Abgeordnete“ der Grundschule Kirchdorf die Patenschaft für die Unke im Wippenhauser Forst übernommen. Als Schirmherr war damals Landrat Josef Hauner mit dabei, als die ersten Unkentümpel ausgebaggert wurden. Jetzt ging es in die nächste Phase der Patenschaft. Die gesamten Klassen 3a und 3b mit ihren Lehrerinnen waren dabei, als junge Unken-Hüpferlinge in die Freiheit entlassen wurden, um ein neues Gebiet – die Kiesgrube bei Unterkienberg – zu besiedeln.

 

Auch diese Aktion fand wieder im Rahmen des Projektes „Allen Unkenrufen zum Trotz“ statt. Sechs oberbayerische Landkreise beteiligen sich an dem groß angelegten Projekt, das den Erhalt der Gelbbauchunke, die auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht, zum Ziel hat.

 

Die Unken-Kaulquappen hatten unter dem Schutz der engagierten Amphibienspezialistin Gabriele Rottenkolber die Metamorphose zu fertigen, aber noch sehr kleinen Unken (sogenannte Hüpferlinge) durchlaufen. Durch die Wiederansiedlung in Unterkienberg (Gemeinde Allershausen) soll eine neue Population aufgebaut werden, damit langfristig der Bestand der Gelbbauchunke im Ampertal gesichert ist.

 

Die Schülerinnen und Schüler lernten auf der Unkenschützer-Exkursion nicht nur die Gelbbauchunke „live“ kennen, sondern konnten diese auch mit Laubfrosch und Kreuzkröte vergleichen – beides Arten, für die die Landschaft in Unterkienberg ebenfalls hervorragenden Lebensraum bietet. Auch für Vögel, wie die Uferschwalbe oder den Bienenfresser, oder Insekten wie seltene Bläulings-Arten ist die ehemalige Kiesgrube ein wertvoller Rückzugsort, um sich zu vermehren.

 

Jörg Steiner, der Projektleiter von „Allen Unkenrufen zum Trotz“ erzählte den Kindern Spannendes über die Entstehung der Kiesgrube und Projektkoordinatorin Dr. Miriam Hansbauer beantwortete die vielen Fragen rund um die Unke. Auch das Ehepaar Petra und Christian Wild, die das Projekt engagiert ehrenamtlich unterstützen, standen den Drittklässlern mit ihrem naturkundlichen Wissen zu Verfügung und sorgten für gespitzte Ohren und erstaunte Augen.

Die Unkenpaten aus der Grundschule Kirchdorf

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