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Naturschutzbeirat und Umweltausschuss besichtigen aktuelle Naturschutzprojekte im Landkreis Freising

Aktuelle Naturschutzprojekte im Landkreis Freising haben die Mitglieder des Naturschutzbeirats und des Ausschusses für Planung, Umwelt, Tourismus, Landkreisentwicklung und Infrastruktur des Kreistags Freising besichtigt. Die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Freising hatte die Informationsfahrt organisiert. Bei heißen Temperaturen fuhren der stellvertretende Landrat Robert Scholz und die anderen Teilnehmer ausgewählte im Landkreis an.

 

So führte der erste Zwischenstopp zum Brandstadel, wo im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen eines Kiesabbaus sehenswerte Biotope entstanden sind und durch ein Miteinander von Naturschutzverbänden, Behörden und Unternehmern auch zukünftig weitere Flächen für den Naturschutz zur Verfügung stehen werden. Bei einem weiteren Halt an der Dietersheimer Brenne wähnten sich die Beteiligten aufgrund der landschaftlichen Ausgestaltung und der hochsommerlichen Temperaturen nahezu in der afrikanischen Savanne. Doch statt Zebras, Löwen oder Giraffen bestaunten sie Knabenkräuter, Enziane, Backenklee und Sommerwurzen, die durchaus nicht minder wertgebend sind als die Großsäuger der Savanne.

 

Das Blühstreifenprojekt auf landwirtschaftlich genutzten Kirchengrundstücken, das vom Landschaftspflegeverband Freising betreut wird und als Biotopverbundachse zwischen den Isarauen und der Garchinger Heide dient, bildete den Abschluss der Fahrt. Neben den Landwirten, die diese Flächen bewirtschaften und hinter dem Projekt stehen, war auch ein Saatgutvermehrer aus dem Landkreis anwesend, der die Einsaat der artenreichen Blühstreifen mit Margerite, Kartäuser-Nelke, Wiesensalbei, Skabiosen, Esparsette und vielen weiteren Arten im vergangenen Jahr durchgeführt hatte. Ein besonderes Highlight auf einem der Blühstreifen präsentierte der Leiter der unteren Naturschutzbehörde und Organisator des Nachmittags, Jörg Steiner: Bei den Vorbereitungen zur Rundfahrt stieß er auf die Kleine Wachsblume, eine in der Roten Liste Bayerns als stark gefährdet eingestufte Art, die dort nicht angesät wurde, sondern auf natürlichem Weg ihren Platz gefunden hat.

 

Am Ende zeigten sich die Teilnehmer trotz sengender Hitze begeistert und versicherten, dass sich die Gemüter nur aufgrund der Sonneneinstrahlung und keineswegs wegen der vorbildlichen Naturschutzprojekte des Landkreises erhitzt hätten. Stellvertretender Landrat Scholz bedankte sich für die Organisation der Informationsfahrt und betonte die Wichtigkeit des Miteinanders: denn nicht die zum Teil unterschiedlichen Ansichten der Verbände, Behörden und Landnutzer führen zum Erfolg solcher Projekte, sondern die Gemeinsamkeiten und der Austausch.

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