Mehr Komfort und Freiheit für Schwangere: Kabellose CTG-Geräte am Klinikum Freising

Ungeborene werden während der Schwangerschaft und Entbindung durch ein CTG (Kardiotokographie) überwacht. Hierzu wird die Mutter bislang verkabelt und ist dadurch in ihrem Bewegungsradius deutlich eingeschränkt. Dank moderner und kabelloser CTG-Geräte ist dies jetzt im Klinikum Freising nicht mehr nötig.

 

Ein CTG, oft auch Wehenschreiber genannt, zeichnet per Ultraschall die Herztöne des Babys und eine eventuell vorhandene Wehentätigkeit auf. Für diese Überwachung trug eine Schwangere bislang einen Bauchgurt, an dem ein Ultraschallkopf und ein Wehendruckmesser sitzen und per Kabelverbindung mit dem Analysegerät verbunden sind. Die Schwangere musste wegen dieser Verkabelung auf einer Liege oder in einem Stuhl abwarten. Mit den neuen mobilen CTG-Geräten der Geburtshilfe des Klinikums Freising hingegen kann sich die Patientin frei bewegen und sich ohne störende Kabel bis zu 40 Meter vom CTG-Gerät entfernen.

 

Zugleich verfügen die neuen CTGs laut Dr. Dario Vincenti, Chefarzt der Geburtshilfe und Gynäkologie, über modernste Technik. Sie überwachen jetzt beispielsweise auch den mütterlichen Puls und erkennen automatisch die Herzfrequenzen von Mutter und Kind (auch bei Zwillingen und Drillingen). Selbst wenn eine Wassergeburt gewünscht wird, ist eine kontinuierliche Überwachung kabellos möglich.

 

„Bisherige CTGs schränken die Patientinnen ein und sind auch für das Pflegepersonal und den behandelnden Arzt immer etwas hinderlich. Künftig ist die Überwachung viel einfacher, sicherer und die Schwangere kann sich die für sie und das Kind bequemste Position suchen. Selbst unter der Geburt ist es noch möglich, zu laufen und sich ungehindert zu bewegen“.

 

Insgesamt wird das Klinikum Freising im Laufe des Jahres acht neue CTGs einführen und hierfür rund 150.000 Euro investieren. Aktuell sind bereits alle drei Kreißsäle neu ausgestattet worden.

Dank mobiler Messgeräte am Bauch können sich Schwangere im Klinikum Freising nun frei bewegen und bequemer auf die Geburt warten. (Foto: Philips Healthcare Systems)

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