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Corona: Ermittlung der Kontaktpersonen immer schwieriger – Schulen bleiben vorerst bei Präsenzunterricht

Die Coronazahlen haben sich im Landkreis Freising in den vergangenen drei Wochen wie in ganz Deutschland sehr dynamisch entwickelt. In der vergangenen Woche wurden dem Gesundheitsamt Freising insgesamt 275 Neuinfektionen gemeldet, dies entspricht einer 7-Tages-Inzidenz von 153. Mit der Vielzahl an Neuinfektionen steigt auch die Zahl der engen Kontaktpersonen exponentiell an. Daher wird es immer schwieriger, diese zeitnah zu informieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Contact Tracing Team (CTT) am Gesundheitsamt Freising tun ihr Bestes, ermitteln, telefonieren, schreiben E-Mails.

 

Für Entlastung sorgen werden zwölf neue Mitarbeiter, die in Absprache mit der Regierung von Oberbayern für das CTT eingestellt wurden, sowie Polizeikräfte, die zum CTT stoßen. Dies alles zusätzlich zu den bereits vorhandenen zwölf Unterstützungskräften der Bundeswehr, die schon seit Wochen im Einsatz sind. Auch durch Mitarbeiter anderer Behörden und auch Gemeinden des Landkreises wird hier Entlastung geschaffen. All diese Kolleginnen und Kollegen müssen jedoch zunächst angelernt, in die komplexe Materie eingeführt werden. Deshalb bitten wir weiterhin um Verständnis, wenn es bei der Kontaktierung von Kontaktpersonen und bei der Erreichbarkeit des Gesundheitsamts zu Verzögerungen kommt.

 

Verhalten bei positivem Testergebnis

Um unnötige Wartezeiten zu verhindern, bitten wir um Geduld und darum, von Anrufen beim Gesundheitsamt abzusehen. Positiv getestete Personen werden vom Gesundheitsamt kontaktiert und über die weiteren Schritte in Kenntnis gesetzt. Wer noch vor einem Anruf gesundheitliche Probleme bekommt, soll sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefon 116117) oder an den Notruf wenden.

 

Jede positiv getestete Person ist zudem gemäß einer Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums vom 18. August 2020 verpflichtet, sich unverzüglich nach Kenntnis des positiven Testergebnisses in Isolation zu begeben. Währenddessen darf man die Wohnung nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamts verlassen. Der zeitweise Aufenthalt in einem zur Wohnung gehörenden Garten, einer Terrasse oder eines Balkons ist alleine gestattet. Während der gesamten Zeit der Isolation muss eine räumliche oder zeitliche Trennung von anderen im Hausstand des Betroffenen lebenden Personen sichergestellt sein. Zudem darf während der Zeit der Isolation kein Besuch von nicht im selben Hausstand lebenden Personen empfangen werden.

 

Bürgerinnen und Bürger, die der Meinung sind, als enge Kontaktpersonen einer positiv getesteten Person zu gelten, sind angehalten, ihre Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Auch hier bitten wir von Anrufen beim Gesundheitsamt abzusehen. Bei dringenden Fragen kann man sich montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und am Wochenende von 10 bis 14 Uhr an das Corona-Telefon des Landratsamts, Telefon 08161/600-601, wenden.

 

Um die Infektionszahlen wieder abflachen zu lassen, kann jeder Einzelne seinen Teil beitragen, indem er sich strikt an die geltenden Regelungen hält.

 

Coronafälle in Senioren-Zentrum in Zolling und Asylunterkunft

Zu den Neuinfektionen gehören zwei Bewohner eines Senioren-Zentrums in Zolling. Im Zuge einer routinemäßigen Reihentestung waren dort die beiden positiven Befunde gemeldet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen zeigen die Betroffenen keine Symptome. Die Ermittlungen der Kontaktpersonen laufen, einen Teil der Bewohner und Mitarbeiter hat das Gesundheitsamt Freising bereits unter Quarantäne gestellt. Für den 6. November ist eine Reihentestung der Bewohner und Mitarbeiter angesetzt.

 

Im Zuge der Reihentestung der Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Freising sind weitere drei Personen positiv auf COVID-19 getestet worden. Der betreffende Teil der Unterkunft stand jedoch bereits unter häuslicher Absonderung, nachdem dort in der vergangenen Woche zwei Fälle bekannt geworden waren. Die Quarantäne verlängert sich jetzt zunächst bis zum 18. November. Die drei Infizierten verlegte die Regierung von Oberbayern zur Vermeidung weiterer Übertragungen für die Dauer der notwendigen häuslichen Absonderung unverzüglich in andere geeignete Unterkünfte außerhalb des Landkreises.

 

Vereinzelte Fälle sind auch in Schulen und Kindergärten zu verzeichnen. So musste das Gesundheitsamt wieder einige Kinder in die 14-tägige Quarantäne schicken. Betroffen sind zwei Klassen der Wirtschaftsschule Freising sowie je eine Klasse des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums Neufahrn, der Realschule Gute Änger Freising und der FOSBOS Freising. Ebenfalls in häusliche Absonderung begeben mussten sich wegen Coronafällen die Waldgruppe des Kinderhauses St. Elisabeth in Moosburg sowie zwei ganze und Teile einer dritten Krippengruppe des Familienzentrums der Lebenshilfe Freising im Steinpark.

 

Präsenzunterricht und Maskenpflicht an Schulen

An der Situation der Schulen ändert sich aktuell noch nichts. An der Maskenpflicht am Platz auch in Grundschulen wird vorerst festgehalten. Dies ist ein Mittel, um möglichst lange eine Klassenteilung vermeiden zu können. Das 3-Stufen-Konzept des Rahmenhygieneplans für Schulen des Kultusministeriums ist derzeit ausgesetzt. Das heißt, es müssen die Klassen nicht geteilt werden. Bei verändertem Infektionsgeschehen muss aber erneut beratschlagt werden, ob dies im Einzelfall in Schulen angeordnet werden muss. Deshalb richtet das Landratsamt die dringliche Bitte an die Schulen, sich – falls nicht schon längst geschehen – bereits jetzt auf eine mögliche Einzelfallanordnung und damit der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern auch im Unterricht vorzubereiten und entsprechende Konzepte zu erarbeiten.

 

Am Testzentrum Freising in der Luitpoldanlage haben sich seit Eröffnung Ende September insgesamt knapp 7700 Menschen auf COVID-19 testen lassen. Die Termine werden nun nochmals erweitert, so dass man sich ab 9. November montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr dort testen lassen kann.

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