Vorlesen

10. Pressekonferenz zum Coronavirus: Staatsminister Huml und Herrmann besuchen die FüGK Freising

Hohen Besuch hatte das Landratsamt Freising am Mittwoch, 29. April. Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml machten sich ein Bild von der Arbeit der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Freising und besuchten dazu eine Lagebesprechung. Anschließend sprachen sie bei einer Pressekonferenz über das Vorgehen der Bayerischen Staatsregierung, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen, und sprachen allen Verantwortlichen in Freising ihren Dank aus.

 

„Der Landkreis Freising war ganz am Anfang ein besonders betroffener Landkreis“, sagte Huml. „Wenn man in so einer Situation ganz schnell reagieren muss, zeigt das, wie wichtig es ist, bewährte Strukturen zu haben. Es war auch wichtig, medizinische Strukturen mit in die FüGK einzubauen.“ Sie dankte dem Ende April scheidenden Landrat Josef Hauner dafür, dass er sehr frühzeitig andere Mitarbeiter aus dem Landratsamt hinzugezogen habe, um das Gesundheitsamt zu entlasten. „Hier wurde und wird beeindruckende Arbeit geleistet.“

 

Denn, so Huml, eine Lehre aus der Krise sei: Der öffentliche Gesundheitsdienst sei zu schwach aufgestellt und müsse ausgebaut werden – personell und materiell. Neben Personal, das der Freistaat Bayern in dieser Woche auch ans Gesundheitsamt geschickt hat, um die Kontaktpersonenermittlung zu verstärken, verkündete die Gesundheitsministerin, dass das Klinikum Freising neben den bereits gelieferten acht Beatmungsgeräten nun auch ein CT-Gerät zur Verfügung gestellt bekommt.

 

Staatsminister Herrmann sprach von „herausragender Arbeit“, die das Gesundheitsamt, das Klinikum, die FüGK, die Ärzteschaft sowie alle Hilfsorganisationen im Landkreis geleistet hätten. Ausdrücklich bedankte er sich auch bei Feuerwehren, THW, BRK und Johannitern, die mit unzähligen ehrenamtlichen Stunden mithelfen. „Großer Respekt vor dem, was hier passiert ist“, sagte Herrmann. „Es ist ein Charaktertest für die Gesellschaft und den haben wir bestanden – und der Landkreis Freising in ganz besonderer Weise.“ „Gemeinsam haben wir es in den vergangenen zwei Monaten geschafft, die Situation weitgehend im Griff zu haben und beispielsweise keine Turnhallen belegen zu müssen“, betonte Landrat Hauner.

 

Tatsächlich entspannt sich aktuell die Lage zusehends. Zum Stand 30. April, 12 Uhr, waren im Landkreis Freising 907 Coronavirus-Fälle nachgewiesen, rund 700 Menschen sind bereits wieder genesen. 39 Menschen sind an oder mit COVID-19 verstorben. „Die Zahlen der Neuinfektionen haben deutlich abgenommen“, sagte Christine Setzepfandt, die bisher stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts.

 

„Die Kurve flacht weiter ab, die Lage ist stabil“, sagte der Ärztliche Direktor PD Dr. Markus Neumaier des Klinikums Freising. Aktuell würden 27 Coronapatienten stationär behandelt, vier davon müssten beatmet werden. „Insgesamt 13 Patienten konnten von der Beatmung entwöhnt werden.“ Nun stehe man „vor der Herausforderung, den Regelbetrieb wieder aufzunehmen“, sagte Geschäftsführer Andreas Holzner. „Gleichzeitig werden wir genug Kapazitäten für Coronapatienten freihalten, denn wir rechnen mit einer zweiten Welle.“

 

Ein Lob überbrachte Georg Miedl vom Ärztlichen Kreisverband Freising. Dank der Unterstützung des Landratsamtes bei der Beschaffung von Schutzausrüstung „konnten wir handlungsfähig bleiben“. Inzwischen habe sich auch in den Arztpraxen die Situation stabilisiert und es kämen vermehrt wieder Patienten mit anderen Erkrankungen. Auch die Ärzte seien in Erwartung dessen, was die Lockerungen bringen, aber, so Versorgungsarzt Dr. Marc Bardenheuer: „Wir sind gut aufgestellt.“

Bürgerservice Kontakt

Kontakt
Sie können uns Ihre Fragen, Wünsche, Anregungen oder Beschwerden mitteilen. Wir werden diese umgehend bearbeiten und Sie darüber informieren, wie es weiter geht.
Mit der Nutzung dieses Formulares stimmen Sie zu, dass wir Ihre Daten speichern und verarbeiten. Weitere informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Bürgerhilfsstelle

Permalink