Domberg

Historische Keimzelle und kirchliches Zentrum

 

Als Wahrzeichen der Stadt Freising ist der Domberg weithin sichtbar. Schon ca. 2000 v. Chr. enstand hier eine erste Ansiedlung. Mit dem Wirken des heiligen Wanderbischofs Korbinian beginnt vor fast 1300 Jahren Freisings Tradition als Bischofsstadt. 739 n. Chr. wurde der Domberg dann Sitz der Bischöfe und späteren Fürstbischöfe.

 

In der Folge gründete Arbeo, der als erster bayerischer Geschichtsschreiber gilt, die Domschule und stattete die Dombibliothek mit kostbaren Handschriften aus.

 

Auf dem "Berg der Gelehrsamkeit" verwalteten hochgebildete Männer als Bischöfe das Bistum und Freising entwickelte sich zum geistlichen und weltlichen Mittelpunkt Altbayerns.

 

Die Säkularisation (1802/03) brachte die Aufhebung des über tausendjährigen Hochstifts Freising und war ein schwerer Schlag für die Stadt, von dem sie sich nur langsam erholte.

 

1821 entstand das neue Erzbistum München und Freising mit Bischofssitz in München. Auf dem Domberg begann mit dem Priesterseminar, der Philosophisch-Theologischen Hochschule und anderen Instituten neues geistliches und geistiges Leben aufzublühen.

 

Der Dom ist einer der bedeutendsten Kirchenbauten Bayerns und wurde in den letzten Jahren einer kompletten Restaurierung unterzogen. Er strahlt in barockem Glanz, kann aber seine romanische und gotische Vergangenheit nicht verleugnen. Die Deckenfresken des berühmten Cosmas Damian Asam zeigen unter anderem den Gründer des Freisinger Bistums, den Hl. Korbinian mit dem Bären. Das Hochaltarbild mit dem Apokalyptischen Weib malte Peter Paul Rubens. Unbedingt sehenswert ist auch die romanische Krypta mit der Bestiensäule, deren Bilder bis heute nicht entziffert sind und die auch das Grab des Bistumspatrons Korbinian beherbergt.

 

Heute finden sich auf dem Domberg neben dem Freisinger Dom weitere bedeutende kulturelle Einrichtungen. Hierzu zählen die Dombibliothek Freising mit dem prachtvollen Barocksaal, das Diözesanmuseum für christliche Kunst als weltweit zweitgrößtes christliches Museum der Welt sowie das Bildungszentrum Kardinal-Döpfner-Haus.

 

Weniger bekannt ist, dass der Domberg zu den besonders wichtigen Biotopen der Stadt zählt. Der Domberg Südhang ist eine der letzten großflächigen Wiesen im Stadtgebiet Freising und seit 1998 Beweidungsfläche für Schafe. 

 

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